Methadon

Methadon ist ein schmerzlindernder Wirkstoff aus der Gruppe der Opioide, der zur Behandlung von Schmerzen und zur Substitution im Rahmen einer Heroin-Entzugstherapie eingesetzt wird.

Die Wirkungen beruhen auf der Bindung an die µ- und κ-Opioid-Rezeptoren. Zusätzlich zeigt Methadon eine antagonistische Wirkung am NMDA-Rezeptor.

Methadon unterscheidet sich von anderen Opioiden durch die wesentlich längere Wirkungsdauer und das langsamere Anfluten im Gehirn. Seit einigen Jahren untersuchen Forscher am Ulmer Universitätsklinikum die Wirkung von Methadon bei Krebs. Sie hatten entdeckt, dass die eigentlich zum Heroinentzug eingesetzte Ersatzdroge Methadon Leukämiezellen und andere Krebszellen wie Glioblastome abtöten kann.

Sehr gute Ergebnisse bringt Methadon, wenn es mit Chemotherapeutika kombiniert wird.

Die führende Forscherin ist die Frau Dr. Claudia Friesen.

Zu den wichtigsten Nebenwirkungen von Methadon gehören die Übelkeit zu Anfang der Behandlung und die Verstopfung. Die Übelkeit verschwindet nach der Eingewöhnungszeit. Beide können durch Begleitmedikamente vermieden werden.  

Das Methadon wird als Tropfen verabreicht und über die Mundschleimhaut aufgenommen.

Auch diese Therapie bieten wir unseren Patienten in der Kooperation mit der Dippold-Apotheke an.

 

Weitere Informationen:

Häufige Fragen von Ärzten und Patienten zum Einsatz von Methadon bei Krebspatienten

Leukämie

Verstärkung der Chemotherapie

Methadon-Tropfen Rezeptur

Fachartikel Methadon als Krebsmittel

Fachartikel Schmerzen

Fachartikel Krebsrtherapie

Patientenberichte

Leitlinien Schmerztherapie

Studien:

Glioblastom

Leukämie

 

TV-Beiträge:

Methadon als Krebsmittel - ARD-Beitrag

Methadon gegen Krebs - NDR-Beitrag