Endokrinologie

Die Endokrinologie ist die „Lehre von den Hormonen“.

Hormone verteilen sich auf dem Blutweg im Körper und steuern alle Organfunktionen. Sie sind auch dafür verantwortlich, wie wir uns fühlen und wie wir uns verhalten.

Die häufigsten Zeichen einer Hormonstörung sind:

  • Schlafstörung
  • Müdigkeit, Leistungsinsuffizienz
  • Depressionen, Gedächtnisstörung
  • Haarausfall
  • Veränderungen der Haut und Schleimhäute
  • Libidoverlust, Potenzstörung
  • Hitzewallungen, Schweißausbrüche
  • Menstruationsstörungen
  • Osteoporose
  • Übergewicht, Fettsucht
  • Sehstörung

Wenn Sie solche Beschwerden haben, dann lassen Sie sich eingehend untersuchen. Zur Selbsttestung auf mögliche hormonelle Mangelzustände, haben wir für Sie einige Fragebögen vorbereitet.

Progesteron und Östrogen

Schilddrüse, Testosteron, DHEA, Melatonin

Falls das Ergebnis aus dem Fragebogen für ein Hormonmangel spricht, kann man den genauen Hormonspiegel im Blut bestimmen lassen. Die Kosten für die Bestimmung des Progesterons und Östradiols liegen als IGeL bei insgesamt 27,20 Euro. Dazu kommt noch die Bestimmung des Vitamin D(25OH) für 18,65 Euro.

Für alle Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Einige der Wichtigsten Progesteronwirkungen:

  • Sekretionsphase/Endometrium
  • Überleben des Embryos
  • Energiegewinnung aus Fett
  • Förderung der Diurese
  • Antidepressiv
  • Antithrombotisch
  • Analgetisch
  • Stoffwechseloptimierung der Schilddrüse
  • produktiv gegen Altersdiabetes
  • Cholesterinsenkung
  • Reguliert Libido und Potenz
  • Stimuliert Schlaf
  • 5-alpha-Reduktasehemmer
  • Stimuliert die Kopfhaare
  • Stimuliert Fiebre- und Osteoblasten
  • Stabilisiert Zink und Kupfer
  • Schutz Schwann´sche Scheiden
  • Unterstützt Apoptose
  • Schutz vor Brustkrebs und Prostatakrebs

Einige der wichtigsten Östrogenwirkungen:

  • Fertilitätshormon 
  • Fänger freier Radikale
  • Kardiovaskuläre Protektion
  • Aufbau von Kollagen und Knochen
  • Stimulation der Kopfhaare
  • Erhaltung von Libido und Potenz
  • Schutzmantel für Hirnzellen
  • Schutz vor grauem Star
  • Schutz der Haut und Schleimhäute 
  • Schutz vor Demenz und Altersdepression
  • Schutz vor Altersschwerhörigkeit
  • Regulation des Fettstoffwechsels
  • Steuerung der Thermoregulation

Die Rimkus®Methode

Wir arbeiten mit der Orginalmethode mit natürlichen human-identischen Hormonen nach Dr. Rimkus

Ausführliche Erklärung der hormonellen Störungen:

Neben Über- und Unterfunktion der Schilddrüse sind in der Praxis am häufigsten Probleme mit Beschwerden bei Wechseljahren der Frau und des Mannes. Östrogene sind die wichtigsten weiblichen Sexualhormone (Östron, Östradion und Östriol). Die Umwandlung der Hormone findet in der Leber statt. Der Gegenspieler der Östrogene ist das Progesteron, der wichtigste der natürlichen im Körper gebildeten geschlechtsneutralen Gestagene. Progesteron wird bei Frau im Gelbkörper und während der Schwangerschaft in der Plazenta gebildet. Sonst kommt das Progesteron aus der Nebennierenrinde und bei Mann zusätzlich aus dem Hoden. Die Bildung des Progesteron bei Frau ist dem weiblichen Zyklus angepasst. In der ersten Zyklushälfte ist der Progesteronspiegel sehr niedrig. Nach dem Eisprung steigt sein Spiegel an und erreicht den Höchststand am 21. Zyklustag. Kommt es zu keiner Eibefruchtung steigt der Spiegel wieder ab und es kommt zur Abstoßung der Gebermutterschleimhaut mit der Regelblutung.

Die Wechseljahre der Frau

Die Menopause setzt nicht schlagartig ein, sie verläuft schleichend, die Jahre zuvor werden als Prämenopause bezeichnet. In dieser Zeit treten Hormonveränderungen auf. Der Abfall der Hormone Östradiol und Progesteron führt zu einem Anstieg der Steuerungshormone FSH und LH, die von der Hypophyse ausgeschüttet werden. Welche Beschwerden sind für die Wechseljahrebeschwerde der Frau charakteristisch? Unter psychischen Gesichtspunkten ist die Unruhe, erhöhte Reizbarkeit, die Leistungsminderung, die depressive Stimmung. Somatisch gesehen sind unregelmäßige Blutungen, verkürzte Zyklen, Wassereinlagerungen, Brustspannen, Harnewegsbeschwerden, trockene Scheide, Gewichtszunahme, Hautalterung, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schilddrüsenfunktionsstörung, Gallenblasenbeschwerden. Vegetativ sind das Hitzewallungen, Schwindel, Herzrasen, Herzklopfen, Schweißausbrüche, Schlafstörung. Die Hormone versinken nicht gleichzeitig. Es wird bestimmte Reihenfolge angehalten. Das Progesteron sinkt als erstes ab.

Das erste Schritt - Weil Zyklen hin und wieder ohne Eisprung auftreten entsteht kein Gelbkörper und somit wird kein Progesteron gebildet. Diese Phase kann schon ab dem 35 Lebensjahr beginnen. Zu diesem Zeitpunkt kommt noch zu keinem Absinken des Östrogens. Ein Ungleichgewicht zwischen Progesteron und Östrogen, wird als Östrogenüberschuß oder Östrogendominanz bezeichnet. Progesteronproduktion geht in den weiteren Monaten weiter zurück. Meistens liegen dann Progesteronspiegel sogar niedriger als bei Männer. Ein Progesteronmangel kann schon grundsätzlich früher auftreten, bekannt ist das sog. Prämenstruelles Syndrom (PMS), also die Tage vor den Tagen. Die typischen Zeichen sind also: verkürzter Zyklus, Wassereinlagerungen, Ödeme, Spannungsgefühl in der Brust, Unruhe, vermehrte Reizbarkeit oder Migräne. Beschwerden können variieren je nach dem Verhältnis zwischen Östrogen und Progesteron. Diese Situation sollte nicht verharmlost werden. Der Progesteronmangel und die hormonelle Dysbalance kann Folgeerkrankungen an der Brust und Gebehrmutter verursachen.

Der Zweite Schritt ist der Eisprung bleibt ganz aus. Somit besteht ein anovulatorisches Zyklus und dadurch entsteht kein Gelbkörper und die Progesteronproduktion kommt nicht in Gange. Immer noch ist der Östrogenspiegel hoch, aber Schwankungen des Östrogenspiegels lösen unregelmäßige Blutungen aus.

Der Dritte Schritt - es kommt schließlich zum Östrogenmangel und unter bestimmten Werten leidet das gesamte Orgenismus unter Entzugssymptomen wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Stimmungsswankungen. Die Symptome werden im unseren linkischen System im Gehirn registriert und über Hypothalamus und Hypophyse versucht der Körper eine Gegenregulation zu starten und die Stimmulationshormone LH und FSH steigen stark an. Erfolgt jetzt keine Behandlung, dann fallen die Hormonspiegel weiter ab und treten zunehmend körperliche Beschwerden auf. Anfangs an den Schleimhäuten mit Trockenheit, Haarausfall, immer dünnere faltige Haut. Hinzu kommen noch degenerative Gelenkbeschwerden.

Der vierte Schritt bezeichnet die sog. Zweite Wechseljahre. Jetzt fällt noch die restliche Testosteronproduktion aus. Es kann kein Testosteron mehr in Östrogen umgewandelt werden und erneut können leichte klimakterische Beschwerden auftreten. Therapieziel der Wechseljahre nach Dr. Rimkus mit bioidentischen Hormonen ist die Wiederherstellung des Hormonspiegels wie bei einer 30 Jährigen Frau aber ohne zyklusabhängige Schwankungen. Bei der Hormonsubstitution ist es wichtig, dass Östradiol niemals allein sondern immer mit Progesteron verwendet werden, egal ob die Frau Ihre Gebermutter noch hat oder nicht.

Das Progesteron kann bei Östrogenüberschuß alleine verwendet werden. Das Progesteron muss morgens und abends eingenommen oder als Gel/Creme aufgetragen werden. Progesteron stimuliert außerdem die Verwertung der Schilddrüsenhormone, das Östrogen behindert sie.

Bei Östrogenüberschuss ist auch sehr wichtig die Ernährung - keine Produkte aus Soja und Hülsenfrüchten sowie Lein. Um Östrogen zu senken soll man dafür viel Kreuzblütlern wie Brokkoli, Rosenkohl, Kohl und Grünkohl sowie Spinat essen. In Kreublütlern und Spinat gibt es Indol-3-Carbinol (I3C) und DIM (Diindolylmethan). I3C ist die Vorstufe des DIM und wird im Körper in DIM umgewandelt. DIM bremst ein Enzym - Aromatase, der an der Umwandlung der Androgyne (Testosteron) in Östrogen beteiligt ist. Von der Ernährung mit Kreuzblütlern können deshalb auch Männer die Testosteronmangel haben profitieren. DIM kann man auch als Nahrungsengenzugsmittel online bestellen und täglich einnehmen.

Weiterhin gibt es Kräuter die ebenfalls positive Auswirkung auf den Zyklusverlauf, Ovarialfunktion und Produktion von Progesteron haben:

  • Maca (Lepidium meyenii) - verbessert die Produktion und Wirkung des Progesterons
  • Trauben-Silberkerzen-Wurzel (Actaea racemosa) - wirkt regulierend auf weiblichen Zyklus
  • Chinesische Engelwurz (Angelica sinensis) - verbessert dir Fruchtbarkeit
  • Mariendistel (Silybum marianum) - wirkt auf die Regeneration der Leber und Hormonabbau
  • Erd-Burzeldorn (Tribulus terrestis) - wird in der 1. Zyklus-Phase vor dem Eisprung eingenommen, stimuliert Eisprung
  • Mönchspfeffer (Viten agnus-castus) - reguliert hormonellen Gleichgewicht und verbessert die Ovulationsfähigkeit
  • Wurzel von Wildem Yams (Dioscorea villosa) - reduziert Menstruationsbeschwerden und reguliert Zyklus
  • Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) - verbessert Durchblutung der Geschlechtsorgane

Die Wechseljahren des Mannes

Bei Mann ab dem 25. Lebensjahr fallen Konzentrationen von verschiedenen Hormonen kontinuierlich ab. Durch die sukzessive Verringerung der Zahl der testosteronbildenden Zellen im Hoden geht die Produktion des wichtigsten Hormons des Mannes Testosteron jährlich um 1,5% zurück. Bei 20% Männer über 50 LJ liegt ein Hormonmangel vor. Bei 50 jährigen Männer mit Diabetes und COPD liegt der Hormonmangel bei über 50%. Bei Männer werden täglich 5-7mg Testosteron in Hoden gebildet. Auch die Nebennierenriunde produziert die männliche Hormone, die Produktion betragt allerdings nur 5-10% der Gesamtmenge. Die Ausschüttung von Testosteron unterliegt zirkasdianer Rhytmik, morgens um 8.00 Uhr ist der Testosteronspiegel am höchsten und gegen 24.00 Uhr am niedrigsten. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Tagesrhythmus immer mehr ab. Die Biosynthese des Testosterons steht ebenfalls unter Kontrolle des LH. Im Blut wird Testosteron an das Bindungsprotein SHBG gebunden. Nur 1-2 % bleibt ungebunden und ist dadurch biologisch wirksam. Durch Abfall des Testosteronspiegels steigt der Spiegel des SHBG an, dadurch bleibt noch weniger des freien Testosterons zu Verfügung. Die Einnahme von bestimmten Medikamenten und Übergewicht, Alokolkonsum und der Trainingsmangel haben negative Auswirkung auf die Testosteronproduktion. Symptome bei Testosteronmangel: vermindertes Libido, Erektionensstörung, Leistungsminderun, Antriebsschwäche, Gedächtnisstörung, Schlafstörung, vegetative Symptome wie vermehrtes Schwitzen, schwingende Durchsetzungsfähigkeit und Selbstvertrauen, Kreislaufbeschwerden, Abnahme der Muskelkraft, Gewichtszunahme, Brustentwicklung (Gynäkomastie), Abnahme der Körperbehaarung, trockene Haut, Abnahme der Knochendichte und Prostatabeschwerden. Das Therapieziel ist also Wiederherstellen des Testosteronspiegels mit natürlichem Testosteron, dadurch kommt es zu Rückbildung der Beschwerden.

 

Weitere Links:

Die besten Bücher über Hormone:

 

Dr. med. Volker Rimkus, München, Nov. 2014

 

 

Ihr Praxisteam Polanski