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Cholesterin, Statine und Fette | Medizin Blog

Tumore und Arteriosklerose sind heutzutage das wichtigste Gesundheitsproblem in den hochentwickelten Ländern. Die weit verbreitete Meinung über die fundamentale Bedeutung von Cholesterin bei atherosklerotischen Erkrankungen wurde leider in zahlreichen Studien nicht endgültig bestätigt. Es wurde festgestellt, dass Atherosklerose sowohl bei geringen, normalen wie auch erhöhten Cholesterinspiegel auftritt. Die Einführung der  cholesterinsenkenden Medikamente (Statine) hat auch keine Erfolge gebracht. Die Suche nach anderen Faktoren, die zur Atherosklerose beitragen, ging in verschiedene Richtungen.

In den Massenmedien gibt es sensationelle Botschaften über die Lösung des Rätsels der Atherosklerose. Populäre Theorien sind bakterielle, virale oder protozoische Infektionen, Stress, Diabetes, Bluthochdruck, Depression und verwandte biochemische Störungen sowie die jüngste Homocystein.

Bei der sorgfältigen Analyse der Studien und Theorien zur Entstehung der Arteriosklerose wird deutlich, dass bei der Prävention der Atherosklerose die richtige Ernährung von entscheidender Bedeutung ist.

Homocystein ist eine Aminosäure, die Schwefel enthält, jedoch keine Proteinkomponente. Es wird im Körper während der Umwandlung einer anderen schwefelhaltigen Aminosäure Methionin produziert, die eine Hauptrolle in der Proteinmethylierung spielt. Bei Abbau von Homocystein sind die Vitamine B6, B9(Folsäure), B12 und Cholin beteiligt und deren Mangel führt zu einer Erhöhung der Konzentration von Homocystein in Körperflüssigkeiten. Der Mechanismus von Homocystein wurde nicht vollständig aufgeklärt. Es wurde gezeigt, dass Moleküle von Homocystein in den Arterien die Endothelzellen beschädigen, verstärken die Oxidation von Lipoproteinen niedriger Dichte (LDL-Cholesterin), erhöhen die Aggregation von Blutplättchen (Thrombozyten), verstärken die Proliferation von vaskulären glatten Muskelzellen und intensivieren den oxidativen Stress (einer der Mechanismen für die Zerstörung der Zellen).

Als Prophylaxe gegen Arteriosklerose und deren Folgen setzt die evidenzbasierte Medizin Cholesterinsenker (Statine) und Thrombozytenaggregationshemmer (ASS, Clopidogrel) ein. Jeder Patient mit erhöhtem Cholesterinspiegel wird von Kardiologen gedrängt Statine einzunehmen. Wesentlich besser wäre den Homocysteinspiegel zu kontrollieren und bei erhöhten Werten die Vitamine B6, B9, B12 und Cholin zu verordnen sowie Antioxydantien wie Vitamin C, E, A und D, Resveratrol, OPC und Astaxanthin). 

Besonders OPC (Oligomere Procyanidine) zeigen ein hohes antioxidatives (und antikanzerogenes) Potential mit hoher Bindungsfähigkeit Reaktiver Sauerstoffspezies (ROS). Zusätzlich verstärkt und verlängert OPC als Katalysator mehrfach die Wirkung von antioxidativen Vitaminen A, C und E. OPC interagieren zusätzlich mit Na/K-ATPase und Angiotensin Converting Enzym (ACE) was zur Blutdrucksenkung, Thrombozytenaggregationshemmung, Vasodilatation und sowie durch Wirkung auf Endothelin-1 zur Gefäßprotektion führt.

Weiterhin hat OPC antiproliferative, tumorhemmende sowie antiinflamatorische Eigenschaften.

Bei Mangel an Antioxidantioen besteht im Körper ein Überangebot an freien Radikalen was zu oxidativem Stress und deren Folgen wie Arteriosklerose führt.

Also Liebe Patienten - der beste Schutz gegen Arteriosklerose sind neben der Ernährung und Lebensstil die antioxidative Vitamine A, C, E in Verbindung mit OPC.

Aus den 40-Jährigen Daten der fettreichen ketogener Ernährung nach Dr. Jan Kwasniewski in Polen kann man sagen, dass gerade diese Ernährungsform die beste Prophylaxe gegen viele Zivilisationskrankheiten und vor allem Arteriosklerose ist.

Die größten Mythen sind, dass Lebensmittel, die hauptsächlich gesättigte Fette enthalten, Übergewicht verursachen und Risikofaktoren für Atherosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind. In den letzten 40 Jahren trotz der erheblichen Reduzierung des Verbrauchs von tierischen Fetten und erhöhten Verzehr von pflanzlichen Ölen reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren Omega-3 und Omega-6 ist das Auftreten von Atherosklerose nicht verringert, sondern sogar deutlich erhöht. Pflanzenöle waren eine Alternative zu "ungesunden" tierischen Fetten und ein Element der staatlichen Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen.

Zu den ungesunden Fetten gehören die Omega-6-Fettsäuren also Linolensäure (LA) und Arachidonsäure (AA) sowie die Omega-9-Fettsäuren (Ölsäure), insbesondere Sonnenblumenöl, wobei die schädlich Wirkung der Omega-6-Fettsäuren erst bei verringerter Zufuhr von Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren beobachtet wir.

Ungesunde Fette sind also pflanzliche Öle reich an Linolsäure. Die Linolsäure wirkt im Körper entzündungsfordernd durch erhöhte Produktion von proinflammatorischen Cytokinen IL-1, IL-6, TNF-alpha, Chemokine und Thromboxan.

Tierische Fette, die hauptsächlich langkettige gesättigte Fettsäuren enthalten, einschließlich Stearin- und Palmitinsäuren, wie Talg und Schmalz, sind ebenfalls ungesund. Sie erhöhen die Produktion von LDL-Cholesterin, Triglyzeride und sind sehr schwer verdaulich.

Die Schädlichkeit dieser Fette ist jedoch nicht so groß wie bisher angenommen, angesichts der fragwürdigen Schädlichkeit von Cholesterin in der Nahrung und seiner Transportform - LDL-Cholesterin.

Gesättigte und kurzkettige gesättigte Fettsäuren verursachen keine Herzerkrankung, sie werden bei der Behandlung von Krebspatienten, nach der Operation (in Nahrungsmitteln für spezielle Ernährungszwecke), in der Ernährung von Bodybuilder eingesetzt. Die Ernährung der Bevölkerung von Ozeanien und Australien (einige Regionen) besteht aus 80% gesättigtem Fett in Form von Kokosnussöl, wo die Inzidenz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sehr gering ist. Gesättigte Fettsäuren - Butter, Capric, Capron - werden als Nahrungsergänzungsmittel mit entzündungshemmenden, antibakteriellen und ernährungsphysiologischen Vorteilen verkauft. Gesättigte Fettsäuren können nur in Kombination mit einer kohlenhydratreichen Ernährung schädlich sein.

Atherosklerotischen Plaque in den Arterien besteht aus aus oxidierten Cholesterinestern, Cholesterinkristallen, Calcium, Ester von ungesättigten Fettsäuren, hauptsächlich Ölsäure und Trans-Isomere der Linolsäure. Die Anwesenheit von Makrophagen, Schaumzellen, Lymphozyten, Fibroblasten und stimulierten Endothelzellen, und manchmal Ablagerung von Immunglobulin spricht für entzündliche Genese der Arteriosklerose.

Derzeit wird angenommen, dass die erhöhte Inzidenz von Atherosklerose assoziiert ist eher mit oxidativen Stress durch Umwelteinflüsse, falsche kohlenhydratreiche Ernährung und zu geringe Zufuhr von Antioxidantien, wie z.B. Vitamin A, C und E.

Zu den gesunden Fetten gehören:

  • Leinsamen und Olivenöl, kühl und im dunklem Glas gelagert.
  • Butter 82-83% Fett  
  • Kokosöl (MCT-Fett).

Ihre gesundheitlichen Vorteile sind vor allem auf einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, konjugierte Linolsäure (CLA), MCT-Fettsäuren wie Laurinsäure und Myristinsäure, und kurzkettigen Fettsäuren, insbesondere Buttersäure.

Statine sind Medikamente, die in den 1980er Jahren zur Cholesterinsenkung eingeführt wurden. Es gibt viele verschiedene Handelsnamen dieser Präparate, wie Simvastatin, Atorvastatin, Lovastatin, Fluvastatin.

Viele dieser Verbindungen kommen natürlicherweise in Pflanzen, zum Beispiel roter Reis und Pilze, wie Aspergillus, Penicillium, einige Ess-Pilze, insbesondere Austernpilz. Statine hemmen die Produktion von Cholesterin im LDL und die Bildung von oxidierten Formen von OxLDL und oxHDL hauptsächlich durch die Wirkung auf die HMG-CoA-Reduktase. Die Statine sollen als ein antiproliferatives und entzündungshemmendes Mittel auf Endothelzellen wirken, reduzieren das Risiko von Blutgerinnseln und sollen in den Gefäßen die Plaques stabilisieren. Der Großteil der erwarteten Statinaktivität ist auf das Kreislaufsystem beschränkt.

Es ist bekannt, dass zusätzlich zu den vorteilhaften Wirkungen auf das kardiovaskuläre System, haben Statine eine Menge von Nebenwirkungen wie

  • Hepatotoxizität,
  • Nephrotoxizität,
  • Myopathie, Rhabdomyolyse,
  • Gewichtszunahme
  • Depressionen,
  • Libido und Sexualtrieb,
  • depressive Verstimmung,
  • die Entwicklung von Insulinresistenz, Diabetesentwicklung
  • Symptome von Magen-Darm, wie Durchfall, Dyspepsie, Verstopfung, in einigen Fällen waren
  • ein höheres Risiko des Todes von hämorrhagischem Schlaganfall
  • erhöhtes Krebsrisiko

Eine im letzten Jahr publizierte britische retrospektive Langzeitkohortenstudie zeigte, dass Patienten mit Hypecholesterinämie haben verringertes Risiko an Brustkrebs zu erkranken und niedrige Sterblichkeitsrate. Grund dafür sollen Statine sein. Gerade bei Patienten unter Statinen mit niedrigen Cholesterinwerten ist Brustkrebs am häufigsten aufgetreten.

Statine sind die größte Gruppe von cholesterinsenkenden Medikamenten und eines der meistverkauften Medikamente der Welt, weit entfernt von Antibiotika. Antidepressiva. Antihypertensiva und Krebsmedikamente.  In den letzten 20 Jahren war dieser Markt 300 Milliarden Dollar wert. Es geht hier um riesige finanzielle Interessen, deshalb versuchen einige verzweifelt, durch Veröffentlichung unzuverlässiger Forschung und Evidenz zur Wirksamkeit von Statinen, die Wahrheit zu verbergen. Diese Lügen und Manipulationen wurden in Büchern und wissenschaftlichen Publikationen von Michel de Lorgeril aufgedeckt und bisher konnte niemand seine Berichte untergraben. Um die Verbreitung diesen Informationen zu verhindern, werden seine Publikationen nicht in andere Sprachen übersetzt.

Bei Hypercholesterinämie sollte man lieber versuchen, den Lebensstil zu ändern, das Gewicht zu reduzieren, das Rauchen aufzugeben, reduzieren die Aufnahme von einfachen Zuckern, insbesondere Fruktosesirup, Glukose-Fruktose-Sirup, die Einnahme von B-Vitaminen, Cholin, OPC, Zink, Jod, Selen sowie antioxidativen Vitaminen A, C und E erhöhen.

Bei Lipidstörungen wirken vorzugsweise Sterole und Stanole, wie Sitosterol, Campesterol, Stigmasterol und Pflanzenfaser - Ionenaustauscherharze und Chitosan, die deutlich weniger Nebenwirkungen verursacht und sind besser verträglich als Statine.

Es ist ein Fehler Statine für die Dauerbehandlung zu verschreiben, nur aufgrund der erhöhten Konzentration von Cholesterin in der LDL-Fraktion in Abwesenheit von anderen Risikofaktoren. Statin-Therapie sollte nur bei Sonderfällen, wie akuten Koronarsyndrom, familiäre Hypercholesterinämie, einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt in Betracht gezogen werden. In anderen Fällen können Statine mehr Nebenwirkungen zeigen und den Patienten mehr schaden als potenzielle Vorteile bringen.

Der Schwede Ralf Sundberg und sein dänischer Kollege Uffe Ravnskov (Autor des Buches: Mythos Cholesterin) beschlossen, die größte medizinische Datenbank, PubMed, zu durchsuchen, um die Frage zu klären, ob ein hoher LDL-Wert wirklich mit einem erhöhten Risiko an Herzkrankheiten zu sterben einhergeht. Schließlich stießen sie auf 19 relevante Studien, die sich mit dem Thema LDL-Cholesterin bei über 60-jährigen und tödlichen Herzerkrankungen befassten. In keiner Studie konnte nachgewiesen werden, dass hohe LDL-Werte mit einer erhöhten Sterblichkeit oder kardiovaskuläre Erkrankungen zusammenhängen. Vielmehr fiel auf, dass bei 92 Prozent der Studienteilnehmer mit einem höheren LDL-Wert genau das Gegenteil passierte, sie lebten länger als die Menschen mit einem niedrigen LDL-Wert. Die Forschergruppe um Ralf Sundberg und Uffe Ravnskov vertritt die Auffassung, dass die Pharma- und Lebensmittelindustrie uns bewusst in die Irre geführt hat. Den LDL-Wert niedrig zu halten hat eine Epidemie von Fettleibigkeit und Diabeteserkrankungen nach sich gezogen. Was natürlich den wirtschaftlichen Interessen zu Gute kam.

Quellen:

Prof. H. Robenek - Arteriosklerose und Bluthochdruck

Wiederlegung der Cholesterin-Hypothese

Buch von Michel de Lorgeril - Cholesterol and statins 

Mythos Cholesterin - Buch vom Uffe Ravnskov